Die SPD hilft bei der Restauration der Bourbonen. Prost!

Die SPD beschloss im November 2013 in Leipzig (!) ihre Hinwendung zu Linksaußen.
2017 gewann ein LInksaußenmitglied einen Leipziger Bundestagswahlkreis.

Das nenne ich Effizienz auf dem Wege zum politischen Selbstmord einer großen stolzen alten Partei.

Oder anders ausgedrückt: Die SPD Sachsen beteiligt sich erfolgreich an der Restauration der Bourbonen in Leipzig: 28 Jahre nach der Friedlichen Revolution von 1989 gegen die SED-Diktatur wird mit Stolz  auf einen Linksaußenmann verwiesen, der ausgerechnet in Leipzig einen Wahlkreis gewann.

Verrückt ist das schon, oder?

2005 gewann ich den Wahlkreis Leipzig II ohne Listenabsicherung direkt. Soviel zu SPD-Erfolgen im "letzten Jahrhundert."

Mein Ergebnis war das beste SPD-Sachsen-Ergebnis nach Erst- und Zweitstimmen.
Schon damals fuhr der Fortschrittsflügel der Sachse
n-SPD einen Meuchel-Kurs wie 2017 im Falle Jens Katzek.

Mit einem Unterschied: Katzek konnte 2017 nicht, wie ich 2005, Früchte anderthalbjahrzehntelangen erfolgreichen Streitens für ostdeutsche und Leipziger Belange vorweisen. Auch ist zwischen 2005 und 2017 jede Menge von dem weggebrochen, was vorher die Stärke der Leipziger SPD ausmachte. Dank der fortschrittlichen Kräfte der Sachsen- und Bundes-SPD.

So wie wir 1990 nicht aus dem grusligen Schatten des 89/89er Oberversagers Lafontaine heraus treten konnten, so wenig konnte Jens Katzek 2017 aus dem Schatten der SPD-Kongruenzler zu Linksaußen heraus treten.