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Schon wieder Grönland

Die Geister scheiden sich an Donald Trump. Verständlich. Dabei begehen beide, die Sympahtisanten als auch die Kritiker, denselben Fehler. Sie verstellen sich gleichermaßen den Blick auf die Politik des Delinquenten/Angebeteten. Ich versuche ihn nur nach seinen Handlungen und nach der Zielrichtung seiner Politik zu beurteilen. Sicher unterlaufen mir dabei auch Fehler.

Donald Trump kämpft gegen die Hybris der Klimareligion. Da bin ich dabei, war schon lange vor ihm dort. Als Bohrer habe ich das sozusagen im Blut.

Donald Trump kämpft gegen die woke Zerstörung der Zivilgesellschaft. Das finde ich richtig.

Donald Trump bekämpft die unkontrollierte Massenmigration. Das ist sein Dienst an der Erhaltung der Art, wie wir bisher lebten.

Donald Trump schützt Israel, versucht den Ausgleich im Nahen Osten und hat dem Islamismus den Kampf angesagt. 

Donald Trump hält seine Hand über Taiwan. 

Donald Trumps westliche Hemisphärensicht umfasst Japan- Südkorea-Ozeanien-Australien- Amerika (von Nord bis Süd) - Europa bis an die ruzzische Grenzen. Israel ist mittendrin. So verstehe ich seine Grundsätze. Mögen muss ich ihn dafür nicht.

Einzig widert mich seine bisherige Ukrainepolitk inklusive seiner opportunistischen Übernahme von Putins Geschichtsfälschungen an.

Aktuell nimmt er sich erneut Grönland vor. Das ist solange legitim, wie allein die Grönländer die Entscheidung darüber haben. Was die Vereinigten Staaten hier wollen und Dänemark nicht will, ist eindeutig nachrangig. Sollte Donald Trumps Werbung bei den Grönländern positiv ankommen, müssen Dänemark und die EU zustimmen. Die EU-Politiker sollten darauf vorbereitet sein, um nicht erneut einen erfolglosen Sturm im Wasserglas entfacht zu haben. Allzuoft sollten Canossagänge tunlichst vermieden werden, will man jemals wieder ernstgenommen werden.

Die KI sagt zum Thema folgendes:

"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verträge schrittweise zu einer größeren Selbstverwaltung geführt haben, aber die endgültige Unabhängigkeit Grönlands eine noch zu verhandelnde Frage ist, die fest im Kontext des dänischen Königreichs verankert ist."


Auf Facebook skizzierte Hubertus Hoffmann die völkrerrechtliche Situation:

GRÖNLAND & TRUMP:

 

The Real Story & the Future:

 

Selten so einen Unsinn gelesen wie zu Grönland und Trump. Hysterie unlimited.

 

 

 

Daher hier ein paar Fakten:

 

1. Die beiden traditionellen eher linken immer Regierungsparteien seit den 1970er haben die Wahl am 11. März 2025 drastisch verloren.

 

Die linke Inuit Ataqatigiit wurde von 12 auf 5 Sitze und die mitte-linke Siumut von 10 auf 4 Sitze reduziert.

 

 

 

2. Wahlgewinner sind die beiden mitte Parteien Demokraatit mit 10 statt drei Sitzen im Parlament und die Naleraq mit nun 8 statt 4 Sitzen.

 

Beide haben ausreichend Sitze für eine neue Koalition.

 

Demokraatit will mit allen Parteien Gespräche führen.

 

Beide Gewinner-Parteien streben eine Unabhängigkeit vom Kolonialherren Dänemark an.

 

 

 

3. Dänemark zahlt pro Jahr ca € 550 Mio Unterstützung. Diese notwendige Finanzierung würde bei der Unabhängigkeit entfallen. Man braucht daher einen neuen Sponsor.

 

Da bietet sich Donald Trump geradezu als der sprichwörtliche reiche Onkel aus Amerika an. Das weis er natürlich, daher sein etwas plumper Heiratsantrag a la Bling Bling Tiffany 5th Ave New York.

 

 

 

4. Naleraq will "eng mit den USA zusammenarbeiten"- aber nur als "eine unabhängige Nation."

 

 

 

Einen Tag vor der Wahl beschrieb der Führer der Naletaq Partei, Pele Broberg, seine Vision für die Unabhängigkeit in USNEWS so:

 

- Unabhängigkeit verschafft den knapp 60.000 Bürgern Grönlands mehr Chancen als die traditionelle Semi-Autonomie mit Dänemark.

 

- Entscheidend sind 95 Prozent Export von Fisch, zudem Öl und Gas und Mineralien.

 

- Trump sei freundlicher zu Grönland als Kopenhagen und die EU gewesen, klagt er. Vor allem wollte Europa die Unabhängigkeit verhindern. Das Pendel schlägt daher Richting neuer GeoPartner.

 

- Die Grönländer wollen endlich einmal unabhängig werden. Also nicht von Dänemark zu den USA ihre Abhängigkeit einfach austauschen. Das ist ausgeschlossen.

 

- Seine Partei strebe daher einen völkerrechtlich "freien Status der Assozierung" an.

 

"Vorbilder sind die US Verträge mit Micronesien, Palau und den Marshall Islands im Pazifik."

 

Diese gehören nicht zum Territorium der USA, erhalten aber Schutz und Unterstützung.

 

 

 

5. Trump hält somit alle Trümpfe in der Hand.

 

-Ohne die finanzielle Unterstützung der USA ist eine Unabhängigkeit nicht machbar.

 

- Es gibt Vorbilder für Verträge mit den pazifischen Inselstaaten, aber auch Puerto Rico in der Karibik.

 

- ein vorteilhaftes Fischereiabkomnen, Green Cards für alle nur 60.000 Bürger und Zollfreiheit sind der Schlüssel. Leicht machbar.

 

- Es bedarf einer Volksabstimmung. Diese kann von der neuen Regierung beschlossen und mit einem sehr vorteilhaften Vertrag mit den USA kombiniert und für die Bürger zB mit Steuerreduzierungen vergoldet werden,

 

Daher wird es auf diese neue Partnerschaft aus Unabhängigkeit plus Assozierung Grönlands mit den USA hinauslaufen.

 

 
Soweit Hubertus Hoffmann. 


Sollte Grönland tatsächlich den von Hubertus Hoffmann beschriebenen Weg gehen, wären ohnehin alle in der NATO vereint. USA/Grönland, Dänemark usw. usf.  

2025 schrieb ich diesen Artikel zum Thema: 

KSZE und Trumps Avancen Richtung Kanada und Grönland

 

Ach, noch was: Donald Trump ist der aktuelle US-Präsident. Auch wer sich einen anderen wünscht, muss damit leben, dass diese Personalie noch drei Jahre das Himmelsgewölbe recht oder schlecht vom Westen aus trägt.


"Atlas ist in der griechischen Mythologie ein Riese – Titan – und stemmte das Himmelsgewölbe am westlichsten Punkt der in der Antike bekannten Welt. Seine Eltern waren Iapetos und Asia. Er brachte die Nymphe Kalypso, die Hesperiden, Plejaden und Hyaden zur Welt. Er erhielt vom Göttervater Zeus die anstrengende Aufgabe, am westlichsten Rand zu stehen und den Himmel zu tragen."