Scheitern 1930 und 2017?

Die SPD ging 1930 für eine 0,5 prozentige Erhöhung der Arbeitslosenversicherung von Bord. Fast drei Jahre und zwei Reichstagswahlen später war die Weimarer Demokratie Geschichte.

2017 ist die SPD aus eigener Schuld beleidigt und heult vor einer großen Koalition.

Wie lange und wieviele Wahlen dauert es dieses Mal? Wie oft sollen wir wählen bis es gar nicht mehr passt?

Am 24.9.2017 wurde in Deutschland gewählt. Der Souverän hatte gesprochen! Er glaubte zu Erwachsenen gesprochen zu haben und jetzt stellt sich heraus, es sind einfach trotzige Kinder.

Gerade die SPD, die im Kaiserreich, im Dritten Reich und im Sozialistischen Paradies verboten war, sollte ihre Lektion gelernt haben. Sich zur Wahl anbieten, bedeutet auch die Wahl anzunehmen!

Jamaika ist gescheitert, musste scheitern. Feuer und Wasser sind kein haltbares Gemisch. CDU, CSU und SPD waren mit der FDP die tragenden Säulen der Bundesrepublik. CDU, CSU und SPD fuhren diese Bundesrepublik in den letzten Jahren beinahe an die Wand. Am 24. September bekamen diese Parteien dafür den gerechten Denkzettel. Aber sie bekamen dennoch eine summarische Mehrheit von der Wahlbevölkerung. Eine Mehrheit, die eine Aufforderung zur Verantwortungsannahme ist.

Die SPD muss erneut in eine Koalition mit der Union einsteigen. Zuerst die Bundesrepublik, dann die SPD! Willy Brandt und Helmut Schmidt würden so denken. Dessen bin ich mir sehr sicher.

Allerdings hat es die SPD nicht nötig keine Gegenleistung zu fordern und mit voran zu gehen:
Die Wahlverlierer Merkel, Seehofer und Schulz müssen für eine neue große Koalition, die so groß nicht mehr ist, ihre Plätze räumen.

Das kann kein Problem sein. Auch den Wahlverlierern sollte es um die Bundesrepublik gehen, oder?

Ach so, selbstverständlich müssen diese drei Parteien ihre Lehren aus dem Schlamassel ziehen, welchen sie anrichteten! Ich empfehle zur Lektüre die „10 Thesen für ein weltoffenes Deutschland“.

Für Martin Schulz wird die Luft dünn

 

 

Lothar de Maizière: Alles hat seine Zeit