Die Zeiten sind unruhig, keine Frage. Der Nahe und Mittlere Osten stehen derzeit im Fokus, wobei sich kuriose Allianzen bilden. Saudi – Arabien unterstützt plötzlich seinen Erzfeind, den Iran, denn käme eine US - freundliche Regierung in Teheran an die Macht, würde der Einfluss der Saudis spürbar sinken.
Die strukturellen Ursachen für die amerikanische Neuausrichtung setzten lange vor Trump ein und werden auch künftige US Regierungen prägen. Der Aufstieg Chinas, Indiens, Russlands und einiger Regionalmächte fällt mit dem relativen Abstieg des Westens zusammen, vor allem Europas und Japans.
Laut den Briefings, die für europäische Kollegen Mitte der Woche abgehalten wurden, erklärten hochrangige Beamte des Pentagons, dass der Indo-Pazifische Raum weiterhin die Hauptpriorität der Regierung sei und dass die USA „nicht zwei Kriege gleichzeitig führen können“, was eine strukturelle Übertragung der NATO-Verantwortung für die konventionelle Verteidigung an Europa unumstritten macht.
Unerheblich ist die Diskussion über den Eklat im Oval Office am 28.02.2025. Ob der Abbruch des Gesprächs geplant oder ungeplant war, nichts ändert eine diesbezügliche Erkenntnis an den kommenden Entwicklungen. Der US-Präsident will den Krieg beenden und er wird ihn aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich beenden. Rest-NATO und Europäische Union vermögen die US-Lücke in der Ukraine nicht zu füllen.
Ungerecht scheint, was derzeit dem Freiheitskämpfer des ukrainischen Volkes geschieht. Volodymyr Oleksandrovyč Zelensʹkyj konnte sich aber seine Helfer und Partner nicht aussuchen.
Wie Donald Trump dereinst in die Geschichte eingehen wird, weiß selbst die Geschichte noch nicht. Wird er sich als ein Buffalo Bill, der sich „Vom Büffelschlachter zum Indianerfreund“ entwickelte und heute zu den eher positiven US-Helden zählt, in die Historie einreihen oder wird er als die Wiederkehr des Banditen Jesse James zukünftige Geschichtsbücher füllen?
. „Wir müssen die nüchterne Erkenntnis formulieren, dass – entgegen der Doktrin der Bundesrepublik Deutschland – seit ihrer Gründung zum ersten Mal der Beweis erbracht wird: Ökonomische Interessen scheinen nicht immer geeignet zu sein, politische Feindschaft im Zaum zu halten.
Die in diesen Berichten niedergelegten, unendlich oft wiederholten politischen Anschuldigungen, ideologisch motivierten Lügen und Verdrehungen wurden von Seiten der ungarischen Regierung unzählige Male dementiert, die jene rechtlichen Debatten, die in den Berichten zur Hilfe gerufen wurden, mit der EU-Kommission überwiegend beilegen konnte. Die schwedische Linke hält all diese Themen nichtsdestotrotz auf der Tagesordnung.
Unsere Freunde sprachen neben vielen anderen Punkten die fehlende US-Hilfe 1956 für die Ungarn an. Das war eine fürchterliche Erfahrung. Ich glaube ähnlich dem Trauma von Trianon. 1956 konnten die Amerikaner den Ungarn nicht helfen. Ungarn lag im sowjetischen Herrschaftsgebiet. 1989 hoffte ich auch nicht auf die militärische Hilfe der USA für unseren Volksaufstand. Das war abwegig. Die Amerikaner bzw. die NATO können erst helfen, seit die Sowjetunion ihre Nachbarn nicht mehr unterdrücken kann.
Was machte die Sowjetunion, was macht Russland im Unterschied zum Westen so anders? Einerseits war die Sowjetunion der antidemokratische Gegenentwurf zur westlichen Welt. Im Unterschied zu den meisten Staaten und ihrer Geheimdienste ist Russland jedoch kein Staat mit Geheimdiensten, sondern dort besitzt ein Geheimdienst den ganzen Staat.