Einseitige Berichterstattung in vielen Medien ist heute ein zentrales Thema.
Doch nicht etwaige Regierungs-Anweisungen sind es, die für dafür sorgen, sondern die Schere im Kopf vieler Journalisten. Die gibt es nicht erst seit heute, sie wurden damit sozialisiert. Die spätere Hegemonie des Zeitgeistes war bei ihnen schon früh angekommen - bald nach '68.
Andererseits könnten Historiker ja mal prüfen, wie lange denn Hardliner, alte Obristen sich in ihren Bunkern bis an die Zähne bewaffnet ohne die Hilfe sowjetischer Panzer hätten verteidigen können. So wurde hinübergerettet, was hinüberzuretten möglich war, selbst die Partei, die selbst so besungen immer recht hatte.
Sehr geehrte Damen und Herren, haben Sie vielen Dank für die Einladung. Gern komme ich ihrer Bitte nach einem Vortrag zu 30 Jahren Deutscher Einheit nach. Eine Vorbemerkung Helmut Kohl führte nach 1982 den deutschlandpolitischen Weg von Brandt/Scheel und Schmidt/Genscher fort. Brandts Wandel durch Annäherung, der Grundlagenvertrag, Schmidts KSZE-Engagement und dessen Idee der Doppelten Nulllösung – all das nahm Kohl auf. Auf den Punkt gebracht: ich bin Schmidt für die Doppelte Nullösung...
Die Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ lädt für den 18. März 2020 zu Festveranstaltung „Die erste frei gewählte Volkskammer – eine Sternstunde der deutschen Parlamentsgeschichte“ ein. Vorsitzender und Haupteinladender ist Matthias Platzeck. So gern ich an einer solchen Veranstaltung teilnehmen würde, an dieser kann und will nicht teilnehmen. Matthias Platzeck wusste mit der Deutschen Einheit nichts anzufangen. An der Abstimmung am 23. August 1990...
Helmut Kohl führte nach 1982 den deutschlandpolitischen Weg von Brandt/Scheel und Schmidt/Genscher fort. Brandts „Wandel durch Annäherung“, der Grundlagenvertrag, Schmidts KSZE-Engagement und dessen Idee der Doppelten Nulllösung – all das nahm Kohl auf. Auf den Punkt gebracht: ich bin Schmidt für die Doppelte Nullösung genauso dankbar wie ich Kohl für die Durchsetzung des NATO-Doppelbeschlusses zu danken habe.
Wären 1989/90 die Weichen für den Dritten Weg gestellt worden, hätten wir heute wahrscheinlich noch immer russische Truppen in einer tapezierten[1] und längst in alte Verhältnisse zurück gefallenen DDR. Zum Glück entschied sich die breite ostdeutsche Mehrheit am 18. März 1990 für den schnellen Weg zur Deutschen Einheit und entzog sich damit kollektiv dem damaligen und allen zukünftigen Zugriffen der Sowjetunion bzw. Russlands. Damit stehen die am 9. Oktober 1989 errungene Freiheit und die infolg
Zum Kulminationspunkt wurde der 9. Oktober von Leipzig. Tage vorher drohte die SED-Führung mit dem Massaker vom „Platz des himmlischen Friedens“ in Peking als der chinesischen Lösung für Leipzig und gab damit eine ernst gemeinte tödliche Drohung von sich. Kurz zuvor gab es bürgerkriegsähnliche Straßenschlachten in Dresden und massenhaft „Zuführungen“, auch in die Markkleeberger Pferdeställe. Selbst Internierungslager waren schon lange geplant
Organisierten in Leipzig und anderswo Oppositionelle und Kritiker die Kundgebungen noch im
illegalen Status, so war die bekannte Berliner Großkundgebung offizieller Natur. Standen die
Demonstrationen in Leipzig, Plauen und andernorts im Zeichen des Abstands zum System in
der DDR, so sollte die Berliner Veranstaltung das Sauerstoffzelt für den SED-Staat abgeben.
Oppositionelle Bürgerinnen durften als Feigenblätter gemeinsam mit Schabowski und Wolf
von der Tribüne sprechen.