Aza
Di nannte er sich auf Facebook. Persisch/kurdisch bedeutet das Freiheit, so erklärte er mir das auf meine Nachfrage.
Was Thomas heute angesichts der israelisch-us-amerikanischen Angriffe auf die Mullahs sagen würde, werde ich nie erfahren. Thomas starb am 2. Dezember 2016 an einem Aortenaneurysma im Kreise
seiner Freunde in Tel Aviv. Seitdem ist die Kommunikation mit ihm gestört. Er ist nicht mehr hier.
Thomas besaß viele Freunde in der Welt, iranische waren darunter.
2010 war Thomas in Teheran. Zusammen mit seiner Studententruppe der FU Berlin nahm er an einem internationalen Robo-Cup-Wettbewerb/künstliche Intelligenz teil. Roboter, die autonom Fußball spielen.
Thomas‘ Team wurde Meister. Was ihn stolz machte. Und doch nicht verführte, auf einem der Siegerfotos zu erscheinen. Unter keinen Umständen wollte er mit den Mullahs auf einem gemeinsamen Foto
festgehalten werden! Dann lieber Sieger ohne Foto mit blutigen Verbrechern, so seine Worte.
Ich bin sicher, Thomas würde heute für seine Freunde hoffen und ihnen die Daumen drücken, dass sie die Mullahs endlich davon jagen können und in ihrem Land, dem alten Persien, frei und glücklich
leben können.
